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Kolomenskoe
Seit der Urzeit befand sich in der Nähe des Dorfes Kolomenskoje der Vorortsherrensitz russischer Fürsten und Zaren, schön gelegen auf einem hohen Ufer des Flusses Moskwa.
Heute finden Sie im Museumspark Kolomenskoje das Museum für Geschichte, Kunst, Architektur und Milieuschilderung des 16.-17. Jahrhunderts. Schön hinter den jahrhundertealten Bäumen versteckt findet man einmalige Beispiele der hölzernen Baukunst: das Haus Peter I. (ursprünglich in Archangelsk gebaut), ein Torenturm aus einem karelischen Kloster (17. Jahrhundert).
Rund um das Jahr finden in Kolomenskoje Festspiele, Konzerte und Shows statt. Man kann hier mit einem Dreispann durch den Park oder mit einem Boot am Fluss entlang fahren.
Das älteste erhalten gebliebene Gebäude auf dem Territorium des Museums ist die Christi Himmelsfahrtskathedrale, errichtet in 1532 im Auftrag des russischen Zaren Wasslij III. Die Kathedrale zählt zu bedeutendsten Denkmählern russischer Baukunst. Der berühmte französische Komponist Berlioz besuchte 1863 Kolomenskoje und hat folgende Zeilen hinterlassen: „Nichts hat mich in meinem ganzen Leben so beeindruckt, wie dieses Beispiel der altrussischen Bildhauerei in Kolomenskoje. Ich habe den Dom in Strassburg gesehen, an dem man jahrhunderte lang baute, der kam mir aber als ein Haufen Steindekoration vor. Und hier bin ich auf die Schönheit einer Ganzheit gestoßen. Es hat mich erschüttelt. Das war eine Stille, eine Farb- und Formharmonie. Ich habe eine ganz neue Architekturart gesehen. Hier strebte man empor, und ich blieb überrascht stehen“.
 Aus der Geschichte von Kolomenskoje: Im 16. Jhrhundert ist Kolomenskoje der Lieblinsherrensitz russischer Zaren Wassilij III und Iwan IV. Das damalige hölzerne Zarenpalais wurde im 18. Jahrhundert wegen seiner Hinfälligkeit auseinander genommen. Sein Model ist im Museum zu finden. Das Palais wurde ganz aus Holz errichtet, trug schöne ausgeschnitzte Dekarationen und wurde unter anderem für wunderschöne Wandmalereien des berühmten russischen Malers des 17. Jahrhunderts Simon Uschakow bekannt. Auch dank der mahlerschen Lage galt das Palais als „achtes Weltwunder“ Im 17. Jahrhundert befand sich hier die Sommerresidenz des russischen Zaren Alexej Michailowitsch. Hier hat er die ausländischen Botschaften feierlich empfangen und mit seinen Bojahrs getagt. Außerdem galt Kolomenskoje als ein schönes Jagdrevier. Der berühmte russische Zar Peter I hat hier seine Kinderjahre verbracht.
Nachdem Sankt Petersburg zur Hauptstadt Russlands wurde, hat Kolomenskoje an seiner Bedeutung verloren, bis zur Abtragung des Palais im 18. Jahrhundert.
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